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Fisch Fisch Fisch

Autor: Julia | Datum: 14 März 2014, 12:54 | 0 Kommentare

Es war endlich so weit und es hieß:

„Und 1…und 2…und 3…Ein Hut, Ein Stock, Ein Regenschirm…Und Vorwärts, Rückwärts, Seitwärts, Ran…Hacke, Spitze, Hoch das Bein!“ oder auch „Zieht euch die Uniformen an und ab in den Teich.“

Im Gänsemarsch nach Größe angeordnet ging es für Kati, mich, Frederik und Jens ab zum Fischteich (Kati war für 2 Wochen bei mir zu Besuch. Und Pfeils, bestehend aus Dorothe und Jens zusammen mit Sohn Frederik, waren zeitgleich auch in Lutindi.). Das Bild von vier „Wazungus“, gekleidet in ehemaligen deutschen Polizei-Uniformen, die im Gleichschritt über das Hospitalsgelände marschierten, muss etwas belustigend ausgesehen haben. Zumindest haben uns alle Patienten und Mitarbeitenden herzlich angelacht J

Am Fischteich angekommen, wurden uns unsere Plätze rasch zugewiesen und es konnte losgehen. Die Großen nach vorne und die Kleinen nach hinten und an den etwas flacheren Rand. Daher sind Frederik und ich zusammen nach vorne gegangen. Wir hatten die glorreiche Aufgabe zusammen mit Anderen das untere Teil des Netzes knapp über dem Boden des Teiches festzuhalten, sodass die Fische nicht unter dem Netz entkommen konnten. Kati, ganz frisch mit Rastas, hat zunächst angefangen am Rand zusammen mit Anderen das obere Teil des Netzes festzuhalten. Später ist sie dann doch irgendwie in der Mitte gelandet und es guckte nur noch der Kopf aus dem Wasser.

Und so ging es dann hin und her durch den Teich. Wenn man an dem einen Ende angekommen war, wurden die gefangenen Fische in die bereitgestellten Eimer geworfen und es ging wieder zurück. Die kleinen Fischis hatten Glück und wurden zurückgeworfen.


Es war insgesamt eine sehr lustige Stimmung, was bei dem kniehohen Matsch auch nicht verwunderlich war. Für Kati sogar teilweise fast hüfthoch. Es war eine Mischung aus super ekelig und super angenehm :D (Man durfte nur nicht daran denken, dass eine Woche vorher noch die Reste der Biogasanlage direkt in den Teich geleitet wurden…).

Dazu kam, dass vor allem den Leuten aus der vorderen Reihe, die Fische durch die Beine herumgeschwommen sind, was ein sehr lustiges Gefühl, allerdings auch teilweise etwas piekt, weil die Pelege (Tilapia) spitze Rückenflossen besitzen. Der ein oder andere Fisch wurde dann auch im Hemd oder in der Hose gefischt. Ein etwas dummes Gefühl war es, wenn einem ein Fisch gegen das Gesicht gesprungen ist. Aber immerhin hatten dann die Anderen was zu lachen. Es wurde insgesamt sehr viel gelacht und sich teilweise mit Fischen abgeworfen.

Gegen Ende fingen die Leute allerdings an zu zittern. Und es begann der Kampf zwischen Kälte und dem Ehrgeiz noch einen großen Wels zu fangen. Nach dem dritten „ein letztes Mal noch“ hat Werner dann ein Machtwort gesprochen und die Aktion aus gesundheitlichen Gründen beendet J Inzwischen war es auch schon sehr neblig geworden und auch ziemlich kalt. Daher schnell raus aus den nassen Klamotten und ab in die Küche, wo es einen heißen Tee oder Kaffee für alle Beteiligten gab.

Für Frederik, Kati und mich gab es vor der heißen Dusche, allerdings noch eine kalte Vordusche von Jens persönlich. Nachdem er sich erfolgreich vor dem Teich gedrückt hatte, hat er mit Vergnügen die Aufgabe des Abduschens übernommen. Wasser marsch! Und zum zweiten Mal an dem Tag hatten die Umherstehenden etwas zu lachen: „Die dreckigen Wazungus wurden von Ihresgleichen mit Eimern voller Wasser regelrecht gebadet“.


Insgesamt haben wir 5 Eimer voll mit Fischen gefangen. Darunter zwei Welse, die ohne Kopf immerhin 1kg gewogen haben. Nach dem Säubern (für alle Nichtangler: Schuppen abmachen und Gedärme raus) hatten wir ungefähr 45kg Fisch. Den gab es dann am nächsten Sonntag für die Patienten zum Mittagessen. Und Kati hat die Möglichkeit bekommen praktisch für ihre Bio-Klausur zu lernen und die fische zu sezieren oder sich den Aufbau der Kiemen anzugucken, während ich meinen Spaß daran hatte mit den Anderen zusammen draußen in der Sonne zu sitzen und die Gedärme aus den Fischen rauszupressen J

Es war ein super toller Tag, der mit einer kleinen Dia-Show der Fischteich-Fotos endete. J


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